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Virtuell auf Forschungsreise

Ein paar Schritte, eine Drehung, schon scheint man von der Kombüse in die Kapitänskammer zu kommen: Einen dreidimensionalen Einblick ins Leben an Bord der „Polarstern“ gibt es ab Freitag im Deutschen Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven. Mit Virtual-Reality-Brillen können die BesucherInnen Brücke, Maschinenraum und Labore des Forschungsschiffs erkunden. Sie bewegen sich dabei über einen Grundriss, der im Maßstab 1:2 dem des Eisbrechers entspricht.

Daneben gibt es weitere Möglichkeiten der Interaktion: Andere Digitalbrillen projizieren ein Modell des Schiffes in den Ausstellungsraum, das mit Hilfe von Gesten bewegt werden kann. Ergänzt wird das Ganze durch reale Exponate von Bord wie Eisscheinwerfer, Forschungsgeräte, , persönliche Erinnerungsstücke und Fotografien. Noch bis Ende März 2020 läuft die Ausstellung unter dem Titel „360 Grad Polarstern“ im Erweiterungsbau des Museums.

Acht Tage zum Filmen an Bord

Um BesucherInnen die virtuelle Forschungsexpedition auf der „Polarstern“ möglich zu machen, war ein Team der Berliner Agentur „Playersjourney“ an Bord. Im November vergangenen Jahres entstanden über acht Tage mit einer 360-Grad-Kamera auf einer Fahrt von Bremerhaven nach Las Palmas Filmaufnahmen. „Unser Ziel ist ein spielerischer Umgang mit dem digitalen Schiff“, sagte Agenturchef Christian Stein.

Auf dem realen Eisbrecher erkunden Teams aus Seeleuten und ForscherInnen seit 37 Jahren Klima und Ozeane in der Polarregion. Die „Polarstern“ ist Flaggschiff des Alfred-Wegener-Institutes. „Die Ausstellung gibt vielen Menschen die Möglichkeit, in unser Leben einzutauchen“, so Rainer Knust, wissenschaftlicher Koordinator der „Polarstern“. (epd)

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