piwik no script img

Viele Germanen

Die selbsternannten Nachfahren von Wotan und Thor fallen am Sonnabend (25. Juli) in das verträumte Städtchen Otterndorf an der Unterelbe ein. Zum 26. Mal wird dort der Germanische Fünfkampf am Strand ausgetragen. Dazu erwarten die Veranstalter wieder mehrere hundert Athleten aus allen Teilen Deutschlands, von denen viele im Original-Look mit Fellkostüm, Hörner-Helm und Holzkeule erscheinen. Außerdem wird mit mehr als 5000 Zuschauern gerechnet. Die Recken werden sich in diversen Disziplinen des Germanenkampfes messen: Beim „Diek'n“ muß eine beladene Holzkarre den Deich hochgezogen werden, der Zielwurf erfolgt mit handgeschnitzten Keulen, und das Steinstoßen geschieht mit bis zu sieben Kilo schweren Findlingen. Wer das überstanden hat, muß noch beim Häuptlingstragen, Sackschlagen und Seilziehen seine Kraft unter Beweis stellen. Für das leibliche Wohl der Kämpfer ist beim „Germanenfressen“ gesorgt: Bier und Met stehen überreichlich bereit.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen