: Verkehr aus Kindersicht
■ Kreuzung in Kreuzberg blockiert
Etwa fünfzig Kinder und Eltern blockierten gestern nachmittag die Kreuzung Kreuzberg-/Ecke Katzbachstraße. Am 19. Mai wurde dort ein sechsjähriger Junge, der bei Grün mit seinem Fahrrad die Straße überqueren wollte, vor den Augen seiner Mutter von einem abbiegenden Lastwagen überfahren und war noch am Unfallort verstorben. Gestern bemalten Kinder mit Kreide die Straße: „Keine Angst mehr im Straßenverkehr!?“ und forderten „Ideen für eine veränderte Verkehrspolitik aus Kindersicht“. Die Bürgerinitiative für eine menschengerechte Verkehrspolitik, die sich nach dem tödlichen Unfall gegründet hatte, protestiert gegen eine Verkehrspolitik, die motorisierte Fahrzeuge in den Vordergrund stellt. Täglich seien die Kinder dem immer aggressiver werdenden Straßenverkehr ausgesetzt. Eine zeitgemäße Verkehrspolitik müsse sich daran messen lassen, was ein Menschenleben wert ist. pl
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen