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Verhütungsmittel gratis

■ GesundheitsministerInnen der FNL fordern: Krankenkassen sollen Kontrazeptiva bezahlen

Berlin. Verhütungsmittel sollen in den fünf neuen Bundesländern einschließlich Berlin umsonst abgegeben werden. Die Kosten sollen die Krankenkassen tragen. Im Rahmen einer Bundesratsinitiative zur Änderung des Sozialgesetzbuches erhoben gestern die brandenburgische Ministerin für Arbeit, Soziales, Gesundheit und Frauen, Regine Hildebrandt, und die Berliner Senatorin für Arbeit und Frauen, Christine Bergmann, erneut diese Forderung. Unterstützt werden sie von allen GesundheitsministerInnen der neuen Bundesländer. Einen entsprechenden Gesetzentwurf hat die brandenburgische Regierung bereits im Bundesrat eingebracht.

In der DDR gab es ab 1972 Kontrazeptiva für Frauen kostenlos. Ab Januar 1991 entfiel diese Regelung. Das Land Brandenburg übernahm bisher diese Kosten weiter. Für zahlreiche Frauen in den neuen Bundesländern stelle die neue Regelung „eine nicht zumutbare finanzielle Belastung“ dar, heißt es aus dem Hause der Frauensenatorin. Damit aber steige das Risiko für eine ungewollte Schwangerschaft und damit möglicherweise die Zahl der Abtreibungen.

Diese Mehrkosten müßten dann von den Krankenkassen getragen werden, überstiegen aber bei weitem die Ausgaben für Verhütungsmittel. uhe

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