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Unglaublich, aber halbwahr

■ Rauschgiftdealern und BKA ist alles zuzutrauen

Unglaublich, aber halbwahr

Rauschgiftdealern und BKA ist alles zuzutrauen

Selbst im beschaulichen Bremen gibt es Geschichten, die sind einfach unglaublich: Unglaublich ist z.B., daß ein Bundeskriminalamt V-Leute in Anwaltsbüros schickt, um ausgerechnet bei den Verteidigern Beweismaterial gegen deren Mandanten zu sammeln. Unglaublich ist aber auch, daß angebliche Angehörige eines in Bremen angeklagten Südamerikaners durch Zufall mit dessen Geständnis in der Hosentasche herumlaufen, wenn sie in Las Palmas zufällig verhaftet werden.

Andererseits: Warum soll man einem rauschgiftschmuggelnden BKA eigentlich nicht den Einsatz von V-Leuten in Anwaltskanzleien zutrauen? (Echten Rauschgiftdealern ist sowieso alles zuzutrauen.) Welche der beiden Geschichten wahr ist, könnte allein die Bremer Staatsanwaltschaft aufklären. Solange sie nicht verrät, wann sie während des BKA-Rauschgift-Coups was von wem erfahren hat, muß in Bremen weiter mit dem Unglaublichen gerechnet werden.

Klaus Schloesser

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