Umweltschüter fordern Straßenbahnausbau: Trams erobern Berliner Westen
Der Senat prüft Pläne des BUND für den Ausbau der Straßenbahnstrecke vom Nord- zum Hauptbahnhof.
Trams könnten auch im Berlins Westteil mehr Menschen schneller an ihr Ziel bringen und dabei auch noch die Umwelt schonen. Die aktuellen Pläne des Senats erfüllen diese Anforderungen jedoch nicht, sagt der Bund für Naturschutz (BUND). Der Verein hat einen Alternativplan vorgelegt, der nun geprüft wird.
Der Senat plant eine Verlängerung der Linie M 10 vom Nord- zum Hauptbahnhof. Die damit verbundene Verbreiterung der Invalidenstraße würde jedoch zu einer unzulässigen Feinstaubbelastung führen und sei rechtswidrig, erklärte Martin Schlegel, BUND-Verkehrsreferent. Deshalb fordert er ein eigenes Gleis für die Tram. Die Straße würde auf jeweils eine Fahrbahn für Autos beschränkt werden. Dadurch könnte die Straßenbahn die Strecke doppelt so schnell zurücklegen, so Schlegel. Manuela Damianakis, Sprecherin der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, bestätigte Gespräche mit dem BUND, konnte aber nicht sagen, was genau umgesetzt wird.
In einer Machbarkeitsstudie bescheinigten Studierende der TU Berlin einer weiteren Tramstrecke großen Nutzen: der vom Alexanderplatz zum Rathaus Steglitz. Dies sei eine gute Idee, so Damianakis, derzeit aber nicht realistisch.
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