: Umstrittener ffn-Programmchef beurlaubt
■ Belegschaft des Privatsenders setzte sich gegen ihren Chef durch
Der von der Belegschaft abgelehnte Programmchef des Privatsenders Radio ffn in Isernhagen bei Hannover, Peter Bartsch, verläßt das Haus. Bartsch wurde am Donnerstag von der Geschäftsführung des Senders beurlaubt. ffn-Geschäftsführer Günther Drossart war am Nachmittag für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.
Der erst im Januar von München nach Hannover verpflichtete Bartsch verläßt damit nach wochenlangen Querelen innerhalb des Hauses den Sender. Schon bei der Berufung des neuen Chefredakteurs, die für die Redaktion völlig überraschend kam, hatte der Verkehrsfunk von ffn einen „Geisterfahrer aus München“ gemeldet. Auf einer Versammlung hatte sich die Redaktion einstimmig gegen Bartsch ausgesprochen.
Der Streit zwischen Redaktion und Belegschaft einerseits und Programmchef Bartsch auf der anderen Seite hatte sich vor allem an der deftigen sonntäglichen Comedysendung „Frühstyxradio“ zugespitzt. Bartsch hatte „Fäkalsprache“ moniert und die Sendung verboten. Nach heftigen Reaktionen uns Solidaritätsbekundungen von Hörern war die nach Hörerzahlen beliebteste Sendung von ffn wieder ins Programm genommen worden. dpa/taz
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