: UN gegen Kiffen
UN-Drogenbehörde kritisiert Legalisierung von Haschisch. Bestehendes internationales Recht werde ignoriert
WIEN dpa ■ Die UN-Drogenbehörde, der Internationale Suchtstoffkontrollrat (INCB), hat die Freigabe von Haschisch in einigen westlichen Ländern kritisiert. „Cannabis wie Alkohol und Tabak zu behandeln, wäre ein historischer Fehler“, heißt es in dem gestern in Wien veröffentlichten Jahresbericht. In diesen Staaten werde durch den Verstoß gegen das 1961 unterzeichnete internationale Abkommen über Suchtstoffe „bestehendes internationales Recht ignoriert“.
Italien, Luxemburg, Portugal, Spanien und die Niederlande „bestrafen weder den Besitz für den persönlichen Gebrauch, noch sehen sie darin eine kriminelle Handlung“, heißt es in dem Bericht weiter. Die kritisierten Staaten werden aufgefordert, „wissenschaftliches Beweismaterial“ vorzulegen, dass die weitere Kontrolle von Cannabis „ungerechtfertigt ist“. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) werde dieses Material begutachten und darüber entscheiden.
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