Treibhausgase: Frischer Wind in Australien
Das Mega-Kraftwerk von Conergy soll die Stromproduktion aus Windenergie verdoppeln - noch kommt 80 Prozent des australischen Stroms aus Kohlekraftwerken.
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SYDNEY taz Die australische Tochter Epuron des deutschen Solarkonzerns Conergy will auf dem Fünften Kontinent eines der größten Windkraftwerke der Welt bauen. Die Anlage soll rund 1.100 Kilometer nordwestlich von Sydney im Bundesstaat New South Wales erstellt werden und eine Kapazität von 1.000 Megawatt Strom haben. Damit könnten rund 400.000 Haushalte versorgt werden. Das Unternehmen verhandle mit drei Landbesitzern über den Bau der Anlage, sagte Epuron-Chef Andrew Durran. Er rechne mit einem Kostenaufwand von rund 1,3 Milliarden Euro für den Bau des Kraftwerks, das im Jahr 2009 in Betrieb genommen werden könnte. Kommt das Projekt zustande, wäre das Kraftwerk größer als alle bisherigen Windfarmen Australiens zusammen. Gegenwärtig sind auf dem Kontinent Windkraftwerke mit einer Gesamtproduktion von 817 Megawatt Strom in Betrieb. Mehrere weitere sind in der Planungsphase. Das Land produziert jedoch noch mindestens 80 Prozent des Stroms mit der Verbrennung von Kohle und hat deshalb den größten Ausstoß von Treibhausgasen pro Kopf der Bevölkerung unter allen industrialisierten Ländern. Die konservative Regierung unter Premierminister John Howard hatte nun nach langem Widerstand gegen jegliche CO2-Reduktionsmaßnamen erst vor kurzem bekannt gegeben, dass Australien bis 2050 mindestens 15 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen beziehen soll. Durch die neue Anlage könnte die australische Energieindustrie den Ausstoß des Treibhausgases CO2 um 3 Millionen Tonnen pro Jahr reduzieren.
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