Totes Eisbärbaby in Berlin: Fritz wird nicht ausgestopft
Das am Montagabend gestorbene Eisbärbaby aus dem Tierpark wird derzeit untersucht – die genaue Todesursache ist unklar.
(dpa) | Die genaue Todesursache des Eisbärenjungen Fritz aus dem Berliner Tierpark ist noch nicht bekannt. Bis zu einer endgültigen Diagnose werde es möglicherweise länger dauern, sagte Zoo- und Tierparkdirektor Andreas Knieriem am Dienstag. Bisher stehe nur fest, dass das Jungtier am Montag eine massiv entzündete und vergrößerte Leber hatte.
Wodurch die Entzündung entstand, sollen jetzt umfangreiche Untersuchungen und Analysen von Gewebe- und Blutproben klären. Ein Virenbefall beispielsweise könne nicht ausgeschlossen werden. Es gebe aber zahlreiche andere Möglichkeiten.
„Wir können derzeit nicht sagen, woher das stammt“, sagte Knieriem und fügte hinzu: „Nichts ist schlimmer, als wenn man als Tierarzt nichts machen kann.“ Der Eisbärenmutter Tonja gehe es aber gesundheitlich ausgezeichnet, hieß es. Sie sei am Montag allerdings sehr nervös gewesen, weil sie ihr Junges vermisste.
Knieriem und seine Kollegen machten auf einer Pressekonferenz im Zoo einen sehr betroffenen und traurigen Eindruck. Der Zoo-Direktor sprach von einem sehr akuten Krankheitsverlauf bei Fritz. Dass eine solche Entwicklung innerhalb von zwölf Stunden zum Tod führe, sei sehr selten. Er selber sei am Sonntag zufällig im Tierpark gewesen und habe zusammen mit seiner Frau den kleinen Eisbären besucht. Da habe Fritz einen etwas müden Eindruck gemacht, aber gut getrunken.
Der tote Eisbär wird nach den Worten Knieriems trotz einer Anfrage des Naturkundemuseums nicht ausgestopft und ausgestellt.
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