: Totes Baby im Müllschlucker
Nach dem Fund eines toten Säuglings im Müllschlucker eines Berliner Hochhauses ermitteln Polizei und Staatsanwaltschaft wegen des Verdachts eines Tötungsdelikts gegen Unbekannt. Das teilte Justizsprecher Sascha Daue gestern mit. Die Obduktion sei abgeschlossen, sagte er. Weitere Auskünfte lehnte er mit Hinweis auf die laufenden Ermittlungen ab. So blieb zunächst unbekannt, wie alt das Mädchen genau war und wie es zu Tode kam. Die Leiche des Babys war am Donnerstag vom Hausmeister des Wohnblocks in der Rhinstraße in Lichtenberg entdeckt worden. Es lag zwischen Abfall im Auffangbehälter des Müllschluckers, dessen Einwurfklappen von den Treppenhäusern des elfgeschossigen Plattenbaus her zugänglich sind. In Berlin war zuletzt im Oktober 1999 ein toter Säugling in einem Müllcontainer entdeckt worden. Um verzweifelte Frauen davon abzuhalten, ihr Kind auszusetzen oder gar umzubringen, haben drei Krankenhäuser in der Stadt so genannte Babyklappen eingerichtet. Dort können die Babys anonym abgegeben werden. AP
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen