Thunberg rächt sich an Trump: Chill, Donald, chill!

Einige Monate verspätet reagiert die Klimaaktivistin Greta Thunberg per Twitter auf US-Präsident Trump. Sie ist dabei nicht besonders freundlich.

Freunde werden sie so schnell nicht: Trump und Thunberg bei der UN im September 2019

Freunde werden sie so schnell nicht: Trump und Thunberg bei der UN im September 2019 Foto: reuters

STOCKHOLM/BERLIN dpa/taz | Klimaaktivistin Greta Thunberg hat die mögliche Wahlschlappe von US-Präsident Donald Trump für eine späte Revanche auf Twitter genutzt. Als Reaktion auf einen Tweet Trumps, in dem der Präsident das Ende der Stimmenauszählung in den USA forderte, schrieb Thunberg: „So lächerlich. Donald muss an seinem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund in einen guten alten Film gehen!“

Einen identischen Tweet hatte Trump im vergangenen Dezember über Greta Thunberg geschrieben. Anlass war, dass das „Time“-Magazin Thunberg damals zur „Person des Jahres“ ernannt hatte. Ganz ähnlich wie Trump damals antwortete Thunberg nun: „Chill, Donald, chill“ – „Entspann dich, Donald, entspann dich!“

Der Republikaner hatte sich in der Vergangenheit mehrfach skeptisch dazu geäußert, ob es den Klimawandel überhaupt gibt und falls ja, ob er vom Menschen verursacht ist. Die USA sind einer der größten Verursacher von Treibhausgasen. Trump hat die USA außerdem aus dem Pariser Klimaschutzabkommen zurückgezogen. Sein demokratischer Herausforderer Joe Biden hat versprochen, dass die USA bei seiner Präsidentschaft wieder in das Abkommen zurückkehren würden. Biden lag am Freitagfrüh bei der Wahl vorne.

Der Präsident war bereits zuvor immer wieder auf Konfrontationskurs zu Thunberg gegangen: Mal sagte er, sie solle sich „nicht so aufregen“, im Februar 2019 beim Weltwirtschaftsforum in Davos sprach er von ihr als „ewigen Propheten des Untergangs“.

Thunberg reagierte schon damals per Twitter

„So lächerlich“ reagierte er 2019 per Twitter auf den Time-Titel zur „Person of the year“. Dann schob er nach: „Greta muss an ihrem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeiten und dann mit einem Freund einen guten alten Film anschauen! Entspann dich, Greta, entspann dich!“

Thunberg äußerte sich schon damals umgehend und änderte ihre Selbstbeschreibung bei Twitter. „Ein Teenager, der an seinem Problem mit Aggressionsbewältigung arbeitet. Gerade entspanne ich mich und schaue mir mit einem Freund einen guten alten Film an“, schrieb sie am Donnerstag als biografische Angabe auf ihrem Twitter-Profil.

Bereits Ende September 2019 hatte Trump Thunberg öffentlich verhöhnt – rund um die UN-Generalversammlung, bei der die junge Schwedin das Nichtstun der Mächtigen mit Blick auf die Klimakrise angeprangert hatte. „Sie wirkt wie ein sehr glückliches junges Mädchen, das sich auf eine strahlende und wunderbare Zukunft freut. So schön zu sehen!“, spottete Trump damals auf Twitter. Auch auf jenen Seitenhieb reagierte Thunberg damit, dass sie ihre Selbstbeschreibung bei Twitter entsprechend änderte.

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Am 3. November 2020 haben die USA einen neuen Präsidenten gewählt: Der Demokrat Joe Biden, langjähriger Senator und von 2009 bis 2017 Vize unter Barack Obama, hat sich gegen Amtsinhaber Donald Trump durchgesetzt.

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