■ Textilhandel: Viele Schlafanzüge sind mit Gift gefärbt
Frankfurt/M (AP/taz) – Am besten, man schläft nackt. Viele Schlafanzüge sind mit gefährlichen Chemikalien belastet, berichtete Öko-Test. Von 39 untersuchten Textilien seien lediglich 14 empfehlenswert. Ausgerechnet Kinderwäsche sei häufig mit Azofarbstoffen gefärbt. „Sie können über die Haut in den Körper gelangen und krebserzeugende Stoffe freisetzen“, heißt es.
Zwar sei es in Deutschland verboten, solche Farben herzustellen und damit gefärbte Textilien zu importieren, doch der Verkauf solcher Kleidung sei immer noch erlaubt. Das sollte sich zwar eigentlich ab 1. Oktober dieses Jahres ändern. „Doch der Bundesgesundheitsminister will ein geplantes Verkaufsverbot kippen“, kritisierte Öko-Test. Begründet habe er den Aufschub damit, daß wirtschaftliche Härten durch die Vernichtung von Waren vermieden werden müßten. Das Bonner Ministerium bestätigte, daß es für den Verkauf vorhandener Bestände Übergangsfristen geben soll; endgültig entschieden sei noch nichts.
Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen