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Tag der Menschenrechte

Ein Ende der Menschenrechtsverletzungen in der Russischen Föderation forderte gestern Nachmittag die Bremer Amnesty-International-Jugendgruppe mit einer zweistündigen Mahnwache vor dem Dom. Amnesty zufolge werden Männer, Frauen und Kinder auf den Polizeistationen der Russischen Föderation „nahezu routinemäßig“ gefoltert, die Haftbedingungen in den Gefängnissen seien katastrophal, vielfach würden sogar Kinder wegen nichtiger Vergehen monatelang in Untersuchungshaft gehalten. Insbesondere in Tschetschenien seien Menschenrechtsverletzungen an der Tagesordnung, ohne dass die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen würden.„Russland hat sich als demokratisch ausgegeben, jetzt müssen sie das auch umsetzen“, sagt Yannic Scholz. Die Mahnwache ist die erste Aktion der Amnesty-Jugendgruppe, die sich seit Oktober jeden Mittwoch um 19 Uhr in der Villa Ichon (Goetheplatz 4) trifft. „Einmal im Monat einen Protestbrief zu schreiben, genügt uns nicht“, sagt Scholz mit einem leichten Seitenhieb auf die „erwachsenen“ Amnesty-Streiter. Passanten dürfen derweil ihre Hände auf ein Protest-Laken malen. Zusammen mit vielen anderen Tüchern soll daraus im nächsten Jahr das längste Transparent der Welt entstehen – ein „Band der Solidarität für Russland“, das auch Putin nicht übersehen könne. sim / Foto: J. Baier

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