piwik no script img

„TV-Spielfilm“-BoykottMännerquote

Sex sells. Diese Weisheit ist uralt. Dass es aber nahezu ausschließlich weiblicher Sex ist, der zum Kauf anregt, ist auch bekannt. Gleichberechtigung wird jetzt im Internet gefordert. Dorn im Auge der Widerstandskämpferinnen ist die Programmzeitschrift TV Spielfilm, auf deren Titelblättern sich „dümmlich-lasziv wirkende Blondinen“ rekeln. Und wenn man so etwas schon nicht verbieten kann, möchte man wenigstens ab und zu auch mal einen nackten Männerarsch sehen. Deshalb wird eine Quote gefordert – mindestens 50 Prozent der Titelblätter sollen mit dem starken Geschlecht bestückt werden. Bis die Forderung erfüllt ist, soll die Zeitschrift boykottiert werden. Und wieso wurde gerade TV Spielfilm aufs Korn genommen? Antwort: „Sie wird von einer kleineren Verlagsgruppe herausgegeben, die eher in die Knie zu zwingen sein wird.“ JF

Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen