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Suizidanschlag in PakistanTote beim Adventsgottesdienst

Zwei Attentäter haben in der pakistanischen Stadt Quetta eine Kirche angegriffen. Fünf Menschen starben, 18 wurden verletzt.

AP/rtr | Bei einem Selbstmordanschlag auf eine Kirche in der pakistanischen Stadt Quetta sind am Sonntag fünf Gottesdienstbesucher getötet und 18 verletzt worden. Wie der Innenminister der Provinz Baluchistan, Sarfaraz Bugti, mitteilte, griffen zwei Selbstmordattentäter die mit Hunderten Gläubigen besetzte Kirche an. Einer sei am Eingang getötet worden, der andere habe aber seine Sprengladung in der Kirche gezündet.

Zu dem Gottesdienst waren rund 400 Menschen in die Kirche gekommen. Sie wurde den Behörden zufolge bewacht, weil Islamisten schon häufig christliche Einrichtungen in Pakistan ins Visier genommen haben.

Der Polizeichef der Provinz, Moazzam Ansari, bestätigte die Angaben über Tote und Verletzte. Er lobte die Reaktion der die Kirche bewachenden Sicherheitskräfte. Der zweite Angreifer sei verwundet worden, bevor er den Hauptteil der Kirche erreicht habe. „Andernfalls hätte der Verlust an Menschenleben viel größer sein können“, sagte Ansari. Der Polizeichef der Stadt Quetta teilte mit,nach zwei mutmaßlichen Komplizen der Angreifer werde gefahndet.

Eine Augenzeugin schilderte in einem Fernsehsender den Angriff. Viele um sie herum seien verletzt worden. Ein weiterer Augenzeuge, Aqil Anjum, sagte der Nachrichtenagentur AP, er habe mitten im Gottesdienst eine Explosion gehört, der schweres Gewehrfeuer gefolgt sei. „Es war Chaos. Kugeln haben Menschen in der geschlossenen Halle getroffen, sagte Anjum, der selbst am Arm verletzt wurde.

Zu dem Anschlag bekannte sich zunächst niemand. Muslimische Extremisten in Pakistan haben schon mehrmals die christliche Minderheit angegriffen.

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