: Stützt Brüste, nicht Diktatoren
BERLIN taz ■ Eine internationale Vereinigung von Gewerkschaften, die ICFTU, hat Unternehmen weltweit dazu aufgerufen, Birma (laut Militärregierung: Myanmar) zu boykottieren. Ebenso fordert sie ausländische Regierungen auf, in dem südostasiatischen Land Investitionen zu stoppen. Birmas Militärregierung wird von Menschenrechtsgruppen bereits seit 1990 angeprangert. Die damaligen Wahlen, aus denen die demokratische Partei, die National League for Democracy (NLD), als Gewinnerin hervorgegangen war, hatte sie nicht anerkannt. Nach Meinung der Gewerkschaftergruppe unterstützt jede Firma, die Geschäfte mit Birma macht, die „grausamste Diktatur der Welt“. Nach BBC-Angaben hat die Organisation 325 ausländische Unternehmen in Birma ausgemacht. Davon sind 92 erst vor kurzem ins Land gekommen. Dem Aufruf der Gewerkschafter folgten bisher nur sehr wenige Firmen. Eine davon ist Triumph. Eine internationale Kampagne fordert den Wäschehersteller auf: „Stützt Brüste, nicht Diktatoren.“
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