Studie zu psychischen Krankheiten: Mehr Fehltage durch Depressionen

Arbeitnehmer*innen fehlen immer öfter wegen psychischer Probleme. Laut einer Studie stieg die Zahl der Krankheitstage seit 1997 um über 200 Prozent.

Krankschreibung und Tabletten.

Die Zahl der Menschen mit psychischen Problemen, die medikamentös behandelt werden, steigt Foto: imago

BERLIN afp/dpa | Die Zahl der Krankheitstage aufgrund psychischer Probleme hat im vergangenen Jahr in Deutschland offenbar einen neuen Höchststand erreicht. Nach neuesten Zahlen der Krankenkasse DAK-Gesundheit stiegen die Fehltage von Arbeitnehmer*innen wegen Depressionen, Angst- oder Belastungsstörungen im Vergleich zu 2018 um 24 auf 260 Tage pro 100 Versicherte, wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND) in seinen Dienstagsausgaben berichtet.

Damit sei die Zahl der Krankheitstage wegen psychischer Beschwerden auf den höchsten Stand seit Beginn dieser DAK-Untersuchungen im Jahr 1997 gestiegen. Seitdem habe sich die Zahl der Fehltage wegen psychischer Leiden mehr als verdreifacht, und zwar um 239 Prozent.

Das häufigste mentale Leiden, wegen dessen Arbeitnehmer*innen ihrem Job fernbleiben, ist demnach die Depression. 2019 seien 105 Fehltage je 100 Versicherte auf diese Erkrankung zurückzuführen gewesen. Dahinter lagen Anpassungsstörungen mit 59 Fehltagen und neurotische Störungen mit 26 Fehltagen je 100 Versicherte.

Frauen waren mit 328 Tagen je 100 Versicherte deutlich länger wegen psychischer Probleme krankgeschrieben als Männer (203 Fehltage). Unterschiede gab es auch bei den Regionen. Während es zum Beispiel im Saarland laut dem Bericht 340 Fehltage je 100 Versicherte gab, waren es in Baden-Württemberg nur 207.

Der „DAK-Psychoreport“ ist eine Langzeitanalyse, für die das IGES Institut die anonymisierten Daten von rund zwei Millionen erwerbstätigen Versicherten auswertet.

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