Streik bei der Post: Leere Briefkästen
Mit ihrem Warnstreik wollen Postzusteller die schleppenden Tarifverhandlungen vorantreiben.
Rund 500 Postzusteller sind am Dienstagmorgen in einen Warnstreik getreten. Betroffen von der Aktion waren Post- und Paketzustellstützpunkte vor allem im Westteil der Stadt, wie ein Ver.di-Sprecher mitteilte. Er sprach von einer hohen Beteiligung an dem Ausstand. Ursprünglich hatte die Gewerkschaft angekündigt, für Dienstag sowohl in Berlin als auch in Brandenburg zu Arbeitsniederlegungen aufzurufen.
Hintergrund für die Warnstreiks sind laut Ver.di die schleppenden Tarifverhandlungen zur Beschäftigungssicherung und zur Arbeitszeit bei der Deutschen Post AG. Als Folge der befristeten Arbeitsniederlegungen werden den Angaben zufolge mehr als eine Million Postsendungen in Berlin verzögert bearbeitet.
"Die Beschäftigten in Berlin und Brandenburg machen nachdrücklich deutlich, dass sie jetzt endlich Perspektiven und Sicherheit für die Zukunft brauchen und die Post AG mit ihnen rechnen muss", sagte Landesbezirksfachbereichsleiterin Benita Unger. Am Morgen fanden sich zahlreiche Postzusteller in der Urania in Schöneberg zu einer Streikversammlung ein.
Nicht betroffen waren die Briefverteilzentren. Auch in Brandenburg wurde nicht gestreikt.
Die Engagierten stärken
Die taz schreibt, redet und diskutiert für Pluralismus und eine freie, offene Gesellschaft – besonders jetzt, wo der Rechtsextremismus weiter erstarkt und demokratische Institutionen angreift. Dort wo rechtsextreme Kräfte an Zustimmung gewinnen, wächst auch die Befürchtung vor zunehmenden Angriffen und Diffamierungen gegen Gegner*innen extrem rechter Politik. Besonders selbstverwaltete Orte spüren diesen Druck, dabei brauchen wir gerade jetzt Orte der Kritik, (Sub)Kultur und der Solidarität. Gerade jetzt müssen wir zusammenhalten und uns solidarisch mit denjenigen zeigen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit „Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen
meistkommentiert