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Stadtmagazin gegen Juden?

MÜNCHEN taz ■ Wegen des Verdachts der Volksverhetzung ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen den Chefredakteur des Stadtmagazins Kult im oberfränkischen Coburg, Mario Dultz. Der 37-jährige Journalist ruft im Editorial der April-Ausgabe wegen des Vorgehens Israels gegen Palästinenser zum Boykott jüdischer Produkte auf: „Bis sich die Juden wieder vernünftig verhalten, so dass die Palästinenser eine Chance bekommen, sich auch vernünftig zu verhalten, kaufe ich keine jüdischen Produkte mehr aus dem Nahen Osten (z.B. Ananas, Kiwi, Erdbeeren, etc). Vielleicht machen ja ein paar mit. Don‘t buy Jewish! Free Palästina!“ Einer Lokalzeitung sagte Dultz: „Ich wollte ganz bewusst provozieren.“ Der Chef der Staatsanwaltschaft, Anton Lohneis, erklärte, die Kriminalpolizei habe den Chefredakteur angezeigt. Gegenüber der Lokalpresse habe sich Dultz etwas von seinem Boykott-Aufruf distanziert. OLIVER HINZ

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