Staaten verursachen Klimaschäden: Die Suche nach den Sündenböcken
ForscherInnen wollen berechnen, welche Staaten an welchen Klimaschäden schuld sind. Das 1,5-Grad-Ziel wird wohl schon bald überschritten.
Da bekannt sei, wie groß der Anteil der einzelnen Staaten an den Treibhausgas-Emissionen ist, bestehe die Schwierigkeit bislang vor allem darin, von Menschen verursachte Effekte, die mit dem Klimawandel nichts zu tun haben – wie etwa der Bau eines Staudammes – herauszurechnen.
Die Staatengemeinschaft hatte im Dezember 2015 in Paris ein Klimaabkommen beschlossen, das eine Begrenzung der Erderwärmung auf möglichst 1,5 Grad Celsius zum Ziel hat. Wissenschaftler gehen jedoch trotzdem davon aus, dass dieser Wert zumindest zeitweise überschritten wird. „Die ersten Jahre, wo wir über 1,5 Grad liegen, sehen wir schon in naher Zukunft, zwischen 2020 und 2025“, sagte Frieler. Die Beschlüsse müssten nun umgesetzt werden.
Das Potsdam-Institut erwartet, dass Klimafolgen wie Hitzewellen oder Dürren besonders in multi-ethnischen Ländern bewaffnete Konflikte auslösen werden. Betroffen sind laut PIK vor allem Gebiete in Nord- und Zentralafrika und in Zentralasien, die jetzt schon zu den „konfliktanfälligsten Regionen“ zählen.
Mit reinem Gewissen wissen
Auf taz.de finden Sie eine unabhängige, progressive Stimme. Frei zugänglich, ermöglicht von unserer Community. Alle Informationen auf unserer Webseite sind kostenlos verfügbar. Wer es sich aber leisten kann, darf – ganz im Zeichen des heutigen "Tags des guten Gewissens" – einen kleinen Beitrag leisten. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass guter, kritischer Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen
meistkommentiert
Koalitionsverhandlungen
Der SPD scheint zu dämmern: Sie ist auf Merz reingefallen
Parkinson durch Pestizide
Bauernverband gegen mehr Hilfe für erkrankte Bauern
Iranische Aktivistin über Asyl
„Das Bamf interessiert wirklich nur, ob du stirbst“
Verkehrsminister wollen Kostensenkung
Luxusgut Führerschein
Anlegen nach dem Crash
Ruhe bewahren oder umschichten
Urteil gegen Marine Le Pen
Populistische Wut am Köcheln halten