DIE KRITIK: Ssst. Ssst. I-hre Zahn-pastaa
Foto: Promo
WAS SAGT UNS DAS? Ein Hotel in Los Angeles schickt Roboter als Zimmerservice
Im Residence Inn in Los Angeles klopft es nicht, wenn der Zimmerservice kommt. Das Telefon klingelt und vor der Tür steht ein knapp ein Meter hoher Roboter. Die Firma Savioke, ein Start-up aus Santa Clara, Kalifornien, hat die automatisierten Helfer entwickelt. Momentan gibt es zwölf Roboter, aber die Firma will expandieren.
Automatisierung in Hotels sind keine Seltenheit mehr: Apps schließen Rollläden, bestellen Taxis oder den Zimmerservice. Trotzdem fährt später ein Mensch das Auto und bringt die Pommes aufs Zimmer. Die Savioke-Roboter rollen ferngesteuert durch das Hotel. Schon etwas gruselig. An der Rezeption wird der Roboter von Mitarbeitern befüllt. Zahnpasta, Handtücher oder Plastikflaschen kann er zum Beispiel transportieren. Schnell noch die Zimmernummer eingeben und los geht’s.
Ein Vorbote der Automatisierung, die uns in den nächsten Jahrzehnten alle arbeitslos macht? Nicht wirklich, sagen die Entwickler – eher würden die Mitarbeiter entlastet. Schon allein, weil der Roboter höchstens Kleinigkeiten ausliefern kann. Was ihn eher zu einer niedlichen Spielerei macht als zu einem garstigen Jobkiller. JOB
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen