piwik no script img

■ Somalia-Greuel bleiben unbestraftFreispruch für belgische UN-Soldaten

Brüssel (rtr/taz) — Ein belgisches Militärgericht hat zwei Soldaten vom Vorwurf der Mißhandlung eines Kindes während ihres Somalia-Einsatzes 1993 freigesprochen. Ein Zeitungsfoto hatte die beiden Fallschirmspringer gezeigt, wie sie ein somalisches Kind über ein Feuer hielten. Die Angeklagten hatten die Tat gestanden und behauptet, es sei nur ein Spiel gewesen. Der Richter erklärte nun, es sei nicht nachgewiesen, daß die Soldaten Gewalt ausgeübt hätten oder daß das Leben des Kindes in Gefahr gewesen sei. Ein Untersuchungsbericht der Regierung hat bereits mehrere Fälle von Folter durch belgische Soldaten in Somalia zusammengetragen.

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen