Skurriles Kunstobjekt: Joint aus Kurt Cobains Asche
Die australische Künstlerin Natascha Stellmach hat angeblich einen Joint aus den sterblichen Überresten von Kurt Cobain gebaut. Jetzt sucht sie Menschen, die mal ziehen wollen.
Kurt Cobains Asche hatte bis vor Kurzem einen sicheren Platz: In einer rosafarbenen Plüschtasche trug seine Witwe Courtney Love sie immer bei sich. Im Juni aber wurde die Tasche gestohlen. Nun behauptet Natascha Stellmach, die Asche, oder einen Teil davon, zu besitzen. Woher die aus Australien stammende Künstlerin die Überreste des Rockstars hat, sagt sie nicht, nur, dass sie zu ihr gekommen seien. Aus der Asche und etwas Haschisch hat Stellmach einen Joint gedreht und ihn in der Galerie Wagner + Partner ausgestellt. Rauchen will sie ihn auch - gemeinsam mit etwa acht auserwählten Personen. Wer darauf brennt, mit der Künstlerin Cobains Moleküle zu inhalieren, kann sich bei der Galerie bewerben.
Die Kandidaten müssen eine Begründung für ihr Interesse angeben. Das Ritual erfolgt dann irgendwann nach dem 11. Oktober an geheimem Ort und wird nicht dokumentiert. Stellmach gehe es bei dieser Kunstaktion um das Loslassen, sagt ihre Galeristin. Der intime Abschied von dem 1994 verstorbenen Rockstar solle gleichzeitig seine symbolische Lösung vom Medienzirkus sein.
Wenn Kurt Cobain es schon versäumt hat, seinen Selbstmord groß zu inszenieren, dann holt das jetzt Natascha Stellmach für ihn nach. Dass man auch anders aus dem Leben scheiden kann, hat der Erfinder des New Journalism, Hunter S. Thompson, gezeigt: Er ließ sich auf seinem Grundstück ein Riesenmonument bauen und verfügte in seinem letzten Willen, dass seine Asche bei der Trauerfeier aus dem Denkmal abgefeuert wird.
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