: „Sie, Sir, sind der Versager“
In den USA musste sich Kriegsminister Hegseth in einer Senatsanhörung heftiger Kritik stellen. Die Kosten des Irankrieges schätzt er auf bisher 37,5 Milliarden Dollar
US-Kriegsminister Pete Hegseth schätzt die bisherigen Kosten des Irankrieges auf 37,5 Milliarden Dollar. Diese Zahl nannte er am Dienstag in einer Senatsanhörung, bei der es um einen 95 Milliarden Dollar schweren Nachtragshaushalt ging. Er verteidigte zugleich seine Forderung zusätzlicher Mittel in Höhe von rund 67 Milliarden Dollar.
An mehreren Stellen wurde die Rede Hegseths von Demonstranten unterbrochen. Der Minister erklärte, das neue Geld sei „dringend“ notwendig, um die Kosten für den Krieg bis Ende September zu decken, argumentierte er. Ohne sie drohe ein kritischer Mangel. Die demokratische Senatorin Patty Murray warnte vor einem „weiteren endlosen Krieg“. Der Konflikt gerate bereits wieder außer Kontrolle. US-Präsident Donald Trump habe mehr als 40 Mal behauptet, dass ein Deal nahe sei und der Krieg bald beendet werde. Nun bitte er um weitere Milliarden und das Vertrauen, dass sich alles zum Guten wenden werde.
Hegseth wurde während der Anhörung heftig kritisiert. Gary Peters, der demokratische Senator aus Michigan, warf ihm vor, mit seiner gesamten Iran-Strategie gescheitert zu sein. Hegseth entgegnete, Peters solle sich schämen, den US-Soldaten Versagen vorzuwerfen. Der Senator stellte klar, es gehe ihm nicht um die Truppe, sondern um den Kriegsminister selbst: „Sie, Sir, sind der Versager.“
Die US-Armee flog am Dienstag neue Angriffe auf den Iran – in der Hauptstadt Teheran wurde nach Angaben der Staatsmedien die Luftabwehr aktiviert. Präsident Donald Trump hatte zuvor neue heftige Angriffe angekündigt.
Die USA seien mit dem Iran „noch lange nicht fertig“, sagte er bei einem Treffen mit dem libanesischen Präsidenten Joseph Aoun im Weißen Haus. Unter anderem drohte Trump mit Angriffen auf die unterirdische iranische Atomanlage Pickaxe Mountain.
(afp/ap/taz)
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