: Sibirisches Sibirien
Russland östlich des Urals klappert mit den Zähnen. Eine Kältewelle hält es fest im Griff
MOSKAU dpa ■ Eine Kältewelle von bis zu 57 Grad Frost hat die Großstädte Sibiriens an den Rand des Notstands gebracht. In Barnaul, der Hauptstadt des Altai-Gebiets mit 600.000 Einwohnern, mussten bei 48 Grad Frost die Patienten aus den schlecht geheizten Krankenhäusern in Sanatorien außerhalb der Stadt verlegt werden, meldete die Agentur Interfax. Im Stadtzentrum gab es den zweiten Tag in Folge keine Heizung und keinen Strom, weil in einem Kraftwerk der Kohlevorrat und die Förderbänder eingefroren waren. Soldaten wurden eingesetzt, um die Kohle von Hand loszuklopfen. Die Kältewelle soll laut russischen Meteorologen noch mehrere Tage andauern.
Der Verkehr von Autos und Bussen in Sibirien wurde eingeschränkt, um zu verhindern, dass Menschen in liegen gebliebenen Fahrzeugen erfrieren. Im ebenfalls betroffenen Kasachstan, wo Temperaturen bis 52 Grad Frost gemessen wurden, starben zwei Männer den Kältetod in ihrem Auto.
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