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Serie „Monarch: Legacy of Monsters“Godzilla und King Kong, aber anders

Die Apple-Serie „Monarch: Legacy of Monsters“ schreibt das Godzilla-King-Kong-Universum fort – mit Großstadt-Hipstern statt Militär.

Was passiert eigentlich, nachdem Godzilla oder ein anderes schreckenerregendes Monster eine Großstadt heimgesucht und komplett zerlegt hat?

Eine Antwort darauf gibt die Apple-Serie „Monarch: Legacy of Monsters“, deren zweite Staffel jetzt startet. Nachdem Godzilla da war, ist San Francisco eine postapokalyptische, in weiten Teilen gesperrte Zone. Ganz langsam geht der Wiederaufbau der Stadt voran.

Piktogramme mit Godzilla-Zeichnungen für mögliche Fluchtwege säumen öffentliche Gebäude und Straßen. Sie sind auch in Tokio zu sehen, wo im Notfall Alarm gegeben wird, falls wieder ein Monster auftaucht.

Die erste Staffel der Serie schließt an den Film „Godzilla vs. Kong“ (2021) an. Nur erzählt die Spin-off-Serie aus dem „Legendary Pictures/Monsterverse“, das seit 2014 fünf actiongeladene Spielfilme rund um Godzilla und King Kong ins Kino brachte, nicht von geheimnisvollen Wissenschaftlern und selbstgefälligen Militärs, die in der Gegend rumballern. Stattdessen geht es um hippe Großstädter: die queere Grundschullehrerin Cate Randa (Anna Sawai) aus der Bay Area, den jungen Künstler Kentaro (Wan Tanabe) aus Tokio und die junge schwarze Hackerin May (Kiersey Clemons).

„Monarch: Legacy of Monsters“

ab 27.2. auf Apple TV.

Familiendramen neben Monstergrusel

Oft sind Spin-off-Serien großer Action-Blockbuster wie „WandaVision“ von Marvel oder die HBO-Serie „The Penguin“ aus dem Batman-Universum die anspruchsvolleren Erzählungen. Das gilt auch für „Monarch: Legacy of Monsters“, wo neben dem Monstergrusel komplizierte Familiendramen, antiasiatischer Rassismus in den USA und das Sozialleben im Ausnahmezustand verhandelt werden.

In der jetzt angelaufenen zweiten Staffel wird das zwar deutlich actionmäßiger inszeniert inklusive eines tentakelbewehrten Riesensauriers, gegen den King Kong und Godzilla wie Pennäler aussehen. Aber über weite Strecken der Handlung wird um familiäre Abhängigkeiten, emotionale Enttäuschungen und verpasste Lebenschancen gestritten.

Die Serie spielt auf zwei Zeitebenen, in den 1950er Jahren und heute, wobei es vor allem um Entstehung und Entwicklung der staatlichen Monsterüberwachungs- und Forschungsbehörde Monarch geht.

Die hat in der Gegenwart heftige Konkurrenz aus der Privatwirtschaft bekommen. Wobei die staatliche Stelle eher forscht und die globalen Wanderwege der Riesenmonster untersucht, um zu einer Koexistenz zu kommen. Die Privatwirtschaft würde die Ungeheuer gerne kontrollieren und waffentechnologisch verwerten.

Garniert wird das mit Hollywood-Legende Kurt Russell, der zu Beginn von Staffel eins von der Hipster-Truppe sogar aus einem Altenheim befreit wird. In den in den 50er Jahren angesiedelten Rückblenden spielt Russells Sohn Wyatt den damals jungen Armee-Haudegen Lee Shaw, der dort eine Romanze mit der Großmutter von zweien der jungen Hipster hatte.

Auch wenn sich Staffel zwei von „Monarch: Legacy of Monsters“ etwas klassischer dem Action-Genre zuwendet (in Foren mutmaßen Fans schon, ob Godzilla, King Kong oder sogar beide dem Riesensaurier im finalen Fight gegenüberstehen), ist der Zehnteiler doch wohltuend komplexer als die bellizistische Kinofassung, die 2027 ihre Fortsetzung erleben wird.

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