: Schröder: Hand ist nicht schlaff
DÜSSELDORF dpa ■ Bundeskanzler Schröder (SPD) hat Versäumnisse seiner Regierung beim Kampf gegen die Arbeitslosigkeit bestritten. Der Vorwurf, es gebe auf dem deutschen Arbeitsmarkt zu viele Beschränkungen, sei unberechtigt, sagte Schröder dem Handelsblatt. Zugleich verteidigte er den bestehenden gesetzlichen Kündigungsschutz. Zum Thema flexible Arbeitszeiten bemerkte Schröder, es gebe inzwischen zahllose innovative Modelle in den Betrieben.
Die Zahl der Arbeitslosen liegt nach Einschätzung des Vorsitzenden des Konjunktur-Sachverständigenrates Juergen Donges weitaus höher als offiziell angegeben. „In Wahrheit brauchen wir in diesem Jahr im Durchschnitt nicht nur 4 Millionen Arbeitsplätze, sondern mehr als 5,5 Millionen neue Jobs“, sagte er der Bild am Sonntag. Große Gruppen von Arbeitslosen würden nicht erfasst. Die Arbeitslosenstatistik sei in der heutigen Form nur bedingt aussagefähig.
Nur noch 430 – dann sind wir 50.000
Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – wir brauchen nur noch 430 Freiwillige, dann haben wir es geschafft! Setzen Sie jetzt ein Zeichen für die taz und machen Sie mit. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen