piwik no script img

Schimmelpilze in Coca-Colas Tafelwasser

■ Konzern reagiert sofort und steigt auf Plastik um

Warschau (dpa) – Wieder eine Panne bei Coca-Cola: Wenige Tage nach Ende der Affäre um möglicherweise verunreinigte Dosengetränke in Belgien und Frankreich holt der US-Konzern in Polen Tafelwasser der Marke „Bonaqa“ aus den Regalen. Der Grund dafür ist, daß in einigen Flaschen aus der Fabrik in Sroda Slaska in Niederschlesien Schimmelpilze festgestellt worden sind.

Die Gesundheitsbehörde hatte eine Untersuchung eingeleitet, nachdem sie am vergangenen Freitag von Coca-Cola in Polen über den Vorfall informiert worden war. In einigen 0,33-Liter-Glasflaschen könnten „Teilchen eines nicht aktiven Schimmels“ auftreten, die sich noch vor der Füllung der Flaschen gebildet hätten, erklärte der Konzern. Das Unternehmen reagierte prompt: Der Konzern will nun insgesamt 250.000 Glasflaschen vom Markt zurückziehen – und sie durch Plastikflaschen ersetzen.

In Belgien erklärte das Gesundheitsministerium unterdessen, es habe überhaupt keinen Skandal gegeben, sondern bestenfalls eine Massenpsychose: Viele Schüler, die über Übelkeit geklagt hatten, hätten gar kein Coke getrunken, hieß es in Brüssel.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen