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Scharping soll für Nahles gehen

BERLIN taz ■ Exbundesverteidigungsminister Rudolf Scharping (SPD) soll zugunsten Andrea Nahles’ auf sein Bundestagsmandat verzichten, berichtet Die Welt. Scharping hatte sein Mandat über den ersten Platz der rheinland-pfälzischen Landesliste erlangt, weil er in seinem Wahlkreis Montabaur nicht genug Erststimmen bekam. Scharping wird wegen der Hunzinger-Affäre für das schlechte Ergebnis der SPD Rheinland-Pfalz verantwortlich gemacht. Er soll sein Mandat freigeben. Dann würde die ehemalige Juso-Vorsitzende Andrea Nahles nachrücken. Nahles war auf Platz 11 der Landesliste angetreten, wurde aber von drei Kandidaten, die je ein Direktmandat errangen, verdrängt. Scharping selbst will sein Mandat antreten: „Ich bin gewählt und nehme das ernst“, sagte er der Welt. Laut Gerüchten soll Scharping in die Friedrich-Ebert-Stiftung weggelobt werden.