piwik no script img

Sachse totgeprügelt

Staatsanwalt ermittelt wegen Totschlags und Körperverletzung an zwei Obdachlosen in Freiberg

BERLIN rtr ■ Im sächsischen Freiberg ist ein Obdachloser zu Tode geprügelt worden. Ein weiterer Obdachloser schwebte gestern in Lebensgefahr. Die Chemnitzer Staatsanwaltschaft teilte mit, zwei Männer würden von der Polizei zu ihrem Alibi befragt, sie stünden aber nicht unter dringendem Tatverdacht. Es werde in alle Richtungen wegen Totschlags und schwerer Körperverletzung ermittelt, ein rechtsextremistischer Hintergrund sei nicht auszuschließen. Die beiden 44- und 63-jährigen Opfer waren im Stadtpark von Freiberg überfallen worden.

Nach Polizeiangaben erlitten die Opfer schwere Verletzungen im Kopfbereich. Für den 63-Jährigen sei jede Hilfe zu spät gekommen, er sei im Krankenhaus seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Der jüngere Mann sei ebenfalls am Kopf lebensgefährlich verletzt worden. Er liege mit einer Mittelschädelfraktur auf der Intensivstation einer Freiberger Klinik. Eine Tatwaffe wurde nicht gefunden.

Nach Angaben des Staatsanwalts hatte ein Passant gegen 23.30 Uhr im Park zunächst Geräusche gehört. Kurz darauf habe er die beiden Schwerverletzten entdeckt. Er habe auch noch zwei Personen weglaufen sehen, von denen er der Polizei eine vage Beschreibung liefern konnte.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen