: SPD: Strohmann für Großspende
WUPPERTAL dpa ■ Im Korruptionsprozess gegen Wuppertals Oberbürgermeister Hans Kremendahl (SPD) sind gestern weitere Einzelheiten ans Licht gekommen. So hat ein Bauingenieur aus Mettmann nach eigener Aussage als Strohmann für eine Großspende an die SPD fungiert. Er habe aus Gefälligkeit seinen Namen zur Verfügung gestellt, dies aber später widerrufen, als Wirtschaftsprüfer nachgehakt hätten, sagte der 50-Jährige vor Gericht. Er habe nie eine Zusage gegeben, die 100.000 Mark, mit der er im Rechenschaftsbericht der Wuppertaler SPD als Spender auftauchte, tatsächlich zu spenden. Bauunternehmer Uwe Clees hatte behauptet, der Ingenieur habe ihm das Geld zugesagt.
Gemeinsam für freie Presse
Die taz gehört zu 100 Prozent ihren Leser:innen und ist damit nicht nur konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung für taz zahl ich. Dank Ihnen haben wir nun die 50.000 erreicht. So viele unterstützen freiwillig und regelmäßig. Noch nicht dabei? Werden Sie jetzt Teil der Community! Jetzt unterstützen