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SED schuld an Rechtsradikalismus?

Berlin/Hamburg. Als Folge schwerwiegender Versäumnisse des SED-Regimes hat Sachsens Justizminister Steffen Heitmann (parteilos) den zunehmenden Rechtsradikalismus in den neuen Ländern bezeichnet.

In einem Interview sagte er, daß die seinerzeit politisch Verantwortlichen in den Nachkriegsjahren bewußt darauf verzichtet hätten, die Jugend über die Nazi-Vergangenheit Deutschlands aufzuklären. Vom Sozialismus der Kommunisten enttäuscht, begännen manche jetzt, sich positiv mit dem Nationalsozialismus zu befassen. Zudem kämen viele junge Leute nach der jahrelangen Unterdrückung noch nicht mit der Freiheit zurecht. Dem Regime sei es nur darum gegangen, junge Menschen als Werkzeuge zu erziehen. Extremistische Aktivitäten rechts- aber auch linksgerichteter Jugendlicher drohten in den fünf neuen Ländern „allmählich ein Problem zu werden“. Es sei notwendig, schnell Foren zu schaffen, um mit Jugendlichen aller Gruppierungen ins Gespräch zu kommen. dpa

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