piwik no script img

Ruggiero neuer WTO-Boß

■ Afrikanische Staaten lenkten ein

Genf (taz) – Die 123 Mitgliedsstaaten der Welthandelsorganisation (WTO) in Genf wollen heute morgen den Ex-Außenhandelsminister Italiens, Renato Ruggiero, offiziell zu ihrem ersten Generaldirektor wählen.

Politisch fielen die Würfel bereits am Dienstag, als sich die USA nach längerem Widerstand für den EU-Kandidaten ausgesprochen und Ruggieros letzter verbliebener Konkurrent, der Südkoreaner Kim Chlu-su seine Kandidatur zurückgezogen hatte. Auch die Zusage, Kim neben einem US-Amerikaner, einem Inder und einem Mexikaner zum vierten Stellvertreter Ruggieros zu machen, war auf Protest der afrikanischen Staaten gestoßen; sie gingen bei diesem Deal leer aus. Ihre Drohung, Ruggiero nicht zu wählen, nahmen die afrikanischen Staaten dann gestern zurück nach der Zusicherung, daß sie im nächsten Jahr den Nachfolger für einen der drei dann turnusmäßig ausscheidenden Stellvertreter stellen dürfen. azu

Siehe Porträt Seite 11

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen