: Rothschild: Szenen aus dem ersten Akt
Die künstlerische Gestaltung der Etiketten des Hauses Rothschild hat Tradition. Seit über 70 Jahren schmücken Werke von Künstlern wie Picasso, Dali, Chagall und Warhol die Weinetiketten. Alle wurden für ihre Arbeiten mit rund 20 Kästen besten Weines bezahlt. Die Aktzeichnung eines zehnjährigen Mädchen auf den Etiketten des 93er Jahrgangs ChÛteau Mouton Rothschild war nun den weintrinkenden Amerikanern zu pornographisch, auch wenn sie von dem berühmten Künstler Balthus stammt, dessen Bilder in vielen Museen der Welt hängen. Baronesse Philippe de Rothschild findet zwar nichts pornographisch an einem nackten Mädchen, werde aber „die Gefühle“ ihrer Kunden respektieren. Nun bekommen die 30.000 Exportflaschen neue Etiketten: Den 60 Quadratzentimeter großen Leerraum darauf können Weintrinker dann mit IHREN Phantasievorstellungen füllen.Foto: taz-Archiv
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