: Riesige Erdbebenspalte
WASHINGTON dpa ■ Das Erdbeben in Tibet vom vergangenen November hat die Erde über eine Länge von knapp 400 Kilometern aufgerissen. Gleichzeitig trat eine tektonische Verschiebung entlang der aktiven Kunlun-Falte im Norden Tibets bis zu 16,3 Metern auf. Das haben japanische und chinesische Forscher bei Messungen festgestellt. Beide Daten gehören zu den extremsten, die bisher von einem seismischen Brennpunkt der Erde bekannt wurden, schreiben sie im Wissenschaftsjournal Science. Die Messungen bestätigen ihren Angaben nach, dass die Kunlun-Falte die Kollision zwischen der indischen Platte und der eurasischen Platte auszugleichen versucht. Durch den Prozess werde Tibet jährlich um einige Millimeter in östliche Richtung abgedrängt, schreibt das Team um Aiming Lin vom Institut für Geowissenschaften der Universität von Shizuoka in Japan. Das Beben im November 2001 in Zentral-Kundun hatte eine Stärke von 8,1 auf der Richterskala.
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