piwik no script img

Rettungssanitäter-AusbildungSchweine-Amputationen verboten

Ein Schwein wird angeschossen oder amputiert. Dann kommt der Sanitäter und näht es wieder zusammen. Übung macht den Meister. Ein Gericht ist dagegen.

GERA dpa | Rettungssanitäter werden die Behandlung schwerer Verletzungen nicht an lebenden Schweinen üben. In einem Verfahren vor dem Verwaltungsgericht Gera zog am Dienstag eine Firma aus Ronneburg ihre Klage gegen das Land Thüringen zurück.

Den Schweinen sollten unter Narkose Schuss- und Stichverletzungen, aber auch Amputationen zugefügt werden. Das war der Firma vom Land aus Tierschutzgründen untersagt worden, daraufhin wurde Klage eingereicht.

Vor Gericht bezweifelten drei Gutachter den Nutzen. Echte Einsatzbedingungen in Krisengebieten ließen sich so nicht simulieren. Als das Gericht zu erkennen gab, dass es sich dieser Ansicht anschließen werde, zog die Firma die Klage zurück.

Ärzte üben nach Angaben aus dem Verfahren an lebenden Schweinen gelegentlich Beatmungstechniken.

50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen

Mehr zum Thema

0 Kommentare