Repression in Nicaragua: Indigenen-Anführer Rivera stirbt in Haft
Vor drei Jahren wurde der Oppositionelle Brooklyn Rivera in Nicaragua verhaftet, was die Behörden erst nach 14 Monaten zugaben. Jetzt starb er in der Haft.
epd | Drei Jahre nach seinem Verschwinden ist der nicaraguanische indigene Oppositionelle Brooklyn Rivera in Haft gestorben. Das Gesundheitsministerium des mittelamerikanischen Landes gab den Tod am Sonntag (Ortszeit) in regierungsnahen Medien bekannt und nannte als Todesursache des 73-Jährigen eine bakterielle Infektion nach einer Coviderkrankung.
Rivera, Sprecher des indigenen Volkes der Miskito und Gründer der indigenen Partei Yatama, war im September 2023 verhaftet worden und galt 14 Monate lang als verschwunden. Erst im November 2024 räumten die nicaraguanischen Behörden während einer Sitzung des UN-Menschenrechtsrates ein, ihn in Gewahrsam zu halten. Anschließend erhielt die Familie lange keine weiteren Informationen zu seinem Verbleib. Vor wenigen Tagen teilte die Regierung schließlich mit, dass sich Rivera in einem kritischen Zustand befinde.
Opposition unterdrückt
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Menschenrechtler hatten wiederholt die Gefangennahme Riveras als politisch motiviert angeprangert und seine Freilassung gefordert. Laut Amnesty International wurde dem indigenen Anführer Landesverrat vorgeworfen. Schon vor seiner Gefangennahme sei er aufgrund seines Aktivismus immer wieder drangsaliert worden.
Die Regierung in Nicaragua unter dem früheren sandinistischen Revolutionsführer Daniel Ortega und seiner Frau Rosario Murillo regiert seit einer Protestbewegung 2018 autoritär. Opposition und Zivilgesellschaft sind unter Druck, Grundfreiheiten massiv eingeschränkt, immer wieder werden willkürliche Verhaftungen gemeldet.
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