Reisen zu Weihnachten: Fernbusse trotz Corona

Über die Feiertage wird Flixbus den Verkehr wieder aufnehmen, inklusive Maskenpflicht. Auch Mitfahrgelegenheiten sind buchbar.

Fernbus der Gesellschaft Flixbus steht neben einem Blablabus am ZOB Zentraler Omnibusbahnhof am Hauptbahnhof Frankfurt

Flixbus will den Verkehr wieder aufnehmen, BlaBlaBus hingegen nicht Foto: Ralph Peters/imago

Der Fernbusbetreiber Flixbus wird zu den Weihnachtsfeiertagen vorübergehend den Betrieb wieder aufnehmen. Ab dem 17. Dezember fahren die grünen Busse 150 Ziele in Deutschland an. Am 11. Januar wird der Betrieb wieder eingestellt. „Damit kommen wir den politischen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen nach“, sagte André Schwämmlein, Mitgründer und Geschäftsführer der Betreiberfirma FlixMobility. Das Unternehmen werde im neuen Jahr das Netz dynamisch der Situation anpassen.

KundInnen können vor der Buchung einer Fahrt die Auslastung des jeweiligen Busses abrufen. Während der gesamten Fahrt gilt Maskenpflicht. Die Fahrzeuge würden vor und nach jeder Fahrt gereinigt, teilte das Unternehmen mit. Dank moderner Belüftungstechnik sei für eine kontinuierliche Frischluftzufuhr gesorgt.

Flixbus hatte den Betrieb am 3. November wegen des Lockdown light eingestellt. Die grüne Busflotte ist unangefochtener Marktführer auf dem deutschen Markt. Nachdem 2013 der deutsche Fernbusmarkt liberalisiert wurde, sind eine Reihe von Anbietern wie die Deutsche Bahn und die Post gescheitert. Im Sommer 2019 ist das Unternehmen Comuto, dem die nach eigenen Angaben größte europäische Mitfahrzentrale BlaBlaCar gehört, mit roten Fernbussen unter dem Namen BlaBlaCar auf den deutschen Markt gekommen. Das Unternehmen hatte das Fernbusgeschäft der französischen Staatsbahn SNCF übernommen.

BlaBlaBus hat den Betrieb eingestellt

Auch BlaBlaBus hat den Betrieb coronabedingt eingestellt, dabei bleibt es auch zu Weihnachten. Das Unternehmen plant, erst im Frühjahr erneut zu starten. Buchungen über die Mitfahrzentrale BlaBlaCar sind aber weiterhin möglich. Traditionell steige die Nachfrage an Mitfahrtgelegenheiten zu Weihnachten, sagte Sprecher Mats Joosten. Wie sich das in diesem Jahr entwickelt, sei schwer zu sagen. „Aktuell ist die Aktivität unserer Community vergleichsweise niedrig“, sagte er.

Zahlen dazu, wie sehr das Geschäft eingebrochen ist, wollte er nicht nennen. Im Frühjahr konnten Fahrende maximal eine Person mitnehmen. Das ist nicht mehr so. „Unsere Empfehlung ist, wenige Personen mitzunehmen, und wenn mehrere, dann aus einem Haushalt“, berichtet er. Kontrolliert werde das aber nicht. Missachten FahrerInnen die Empfehlung, bekommen Mitreisende die gezahlte Gebühr zurück, wenn sie lieber nicht einsteigen wollen, sagte er.

Einmal zahlen
.

Fehler auf taz.de entdeckt?

Wir freuen uns über eine Mail an fehlerhinweis@taz.de!

Inhaltliches Feedback?

Gerne als Leser*innenkommentar unter dem Text auf taz.de oder über das Kontaktformular.

Die zweite Welle der Corona-Pandemie geht um Welt. Welche Regionen sind besonders betroffen? Wie ist die Lage in den Kliniken? Den Überblick mit Zahlen und Grafiken finden Sie hier.

▶ Alle Grafiken

Bitte registrieren Sie sich und halten Sie sich an unsere Netiquette.

Haben Sie Probleme beim Kommentieren oder Registrieren?

Dann mailen Sie uns bitte an kommune@taz.de

Ihren Kommentar hier eingeben