piwik no script img

Regengottesdienst – jetzt auch in Schweden

Was sonst aus Afrika bekannt ist, hat sich jetzt auch bis nach Schweden herumgesprochen: Mit einem „Regengottesdienst“ versuchte der lutherische Pfarrer Bengt Lindwall der smaländischen Gemeinde Vetlanda der andauernden Trockenheit ein Ende bereiten. Eine vergleichbare Hitzewelle liegt in Schweden ca. 80 Jahre zurück. Lindwall stellte zwei Springbrunnen in der vollbesetzten Kirche auf und wagte sogar einige Tanzschritte. „Das habe ich aus dem Alten Testament“, erklärte er. „Wir haben uns viel zu weit von der Natur entfernt.“ Während des Gottesdienstes lief ein Tonband mit Regen- und Gewittergeräuschen im Hintergrund. Auch ein Regengebet für die Bauern und ihre Ernte schickte die Gemeinde gen Himmel. Daß ihn einige Mitbürger für verrückt halten, kümmert Lindwall nicht. „Wenn ich glauben würde, daß der Regengottesdienst nichts bringt, hätte ich ihn nicht gehalten“, sagte er.Foto: Jochen Eckel

Der drohende Erfolg der AfD bei den kommenden Landtagswahlen zeigt, wie stark rechtsextreme Kräfte inzwischen geworden sind. Gerade jetzt braucht es Zusammenhalt und Solidarität. Auch und vor allem mit den Menschen, die sich vor Ort für eine starke Zivilgesellschaft einsetzen. Die taz kooperiert deshalb mit "Alles beginnt im Zentrum". Die Kampagne unterstützt bundesweit linke, selbstverwaltete Orte und baut einen solidarischen Fonds für deren Schutz und Erhalt auf. Eine offene Gesellschaft braucht guten, frei zugänglichen Journalismus – und zivilgesellschaftliches Engagement. Finden Sie auch? Dann machen Sie mit und unterstützen Sie unsere Aktion. Jetzt unterstützen