Rechtsradikaler in Frankreich: Breivik-Anhänger wieder freigelassen
Der Verdacht, dass ein norwegischer Neonazi einen Anschlag plant, besteht nicht mehr. Wegen Volksverhetzung muss er trotzdem vor Gericht.
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PARIS dpa | Ein wegen Terrorverdachts festgenommener Anhänger des Massenmörders Anders Behring Breivik ist von den französischen Behörden wieder freigelassen worden. Nach Angaben der Justiz vom Donnerstagabend ergaben sich bei der Vernehmung des norwegischen Neonazis Kristian Varg Vikernes keine weiteren Hinweise auf Anschlagspläne.
Das französische Innenministerium hatte den 40-Jährigen nach seiner Festnahme am Dienstag als „mögliche Gefahr für die Gesellschaft“ bezeichnet. Er sei imstande, einen großangelegten Anschlag vorzubereiten, hieß es.
Nun soll sich der Mann lediglich wegen Volksverhetzung vor einem Pariser Gericht verantworten müssen. Er saß in der Vergangenheit bereits in Norwegen wegen Mordes im Gefängnis, bevor er 2010 nach Frankreich ging.
Der rechtsradikale Norweger Breivik hatte am 22. Juli 2011 bei einem Bombenanschlag im Osloer Regierungsviertel und einem anschließenden Massaker auf der Insel Utøya insgesamt 77 Menschen getötet.
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