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Rauhaariger Geselle

Hans Traxler ist tot und dennoch ewig da

Es muss sich um einen erstaunlichen Fall von Reinkarnation handeln: Am Montag starb der legendäre Zeichner Hans Traxler im Alter von 97 Jahren. Der Mitbegründer der Neuen Frankfurter Schule, Schöpfer des symbolischen Elchs und Erfinder des Namens „Birne“ für Helmut Kohl ist aber nicht so ganz gegangen. Denn am Donnerstag meldete die Bundespolizeiinspektion Kassel, dass kurz darauf im Kasseler Hauptbahnhof ein älterer Rauhaardackel allein unter einer Bank verharrte. Dackel? Traxler? Hatte nicht der komische Bildergeschichtenerzähler einst ein Buch namens „Sniffler“ verfasst über „einen englischen Dachshund“? „Sniffler ist ein lieber Kerl. Ein bisschen eigensinnig vielleicht, ein Dackel eben“, heißt es darin. Von Statur und Gemütslage kam Traxler dem Dackel nahe. Dazu muss man auch wissen, dass im Kasseler Hauptbahnhof das Hauptquartier der Caricatura ist, jener Galerie für Komische Kunst, der Traxler, wie auch ihrem Frankfurter Museum, eng verbunden war. Und so will er wohl im nächsten Leben bei der Caricatura als Dachshund weitermachen. Nicht ruhend, sondern dackelnd in Frieden. Ewig alles erdenklich Gute, Hans Traxler!

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