: „Putsch“ gegen LZB
Als einen „Putsch gegen das föderative System in der Bundesrepublik“ hat der Bezirksleiter der Deutschen Angestellten-Gewerkschaft (DAG) in Bremen, Hartmut Frensel, den Bonner Gesetzentwurf zur Reduzierung der Landeszentralbanken (LZB) bezeichnet. Die Funktionsfähigkeit des Zentralbankrates sei durch die Schaffung von fünf Landeszentralbanken in den neuen Bundesländern „in keiner Weise beeinträchtigt“, meinte Frensel. Vom Grundsatz „Eine Landeszentralbank pro Bundesland“ kann nach seiner Auffassung nur abgewichen werden, wenn eine Neuordnung der Bundesländer vorangegangen sei oder die Länder selbst zu anderen Entscheidungen kämen.
Eine Schließung der LZB in Bremen bedeute zunächst die Liquidierung von 150 Arbeitsplätzen, betonte Frensel. Außerdem würde Bremen als eigenständiges Bundesland in Frage gestellt. Die Schließung der Landeszentralbank sei ein Eingriff in die föderale Entscheidungsstruktur des Zentralbankrates. dpa
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen