: Prügel für Umweltschützer
■ Vor Unep-Tagung in Kenia: Polizei zerschlägt Demo gegen Waldvernichtung
Nairobi (dpa) – Kurz vor Beginn einer internationalen Umweltkonferenz in Nairobi hat die Polizei Hunderte von Umweltschützern auseinandergeprügelt. Sie hatten am Samstag gegen die Vernichtung eines uralten Waldgebietes protestiert, das als eine der letzten grünen Lungen der Hauptstadt gilt. Der Karura-Wald grenzt an das Hauptquartier des Umweltprogramms der Vereinten Nationen (Unep). Die Vernichtung des Karura-Waldes ist jedoch kein Thema der heute beginnenden Tagung des Unep-Ministerrates, zu der auch Umweltminister Jürgen Trittin anreist.
Mindestens 30 Teilnehmer der von Studenten organisierten Protestaktion wurden nach Augenzeugenberichten verletzt. Gestern waren die Nairobi-Universität und Teile der Innenstadt noch abgeriegelt. Unep-Exekutivdirektor Klaus Töpfer hatte vorige Woche gegen die Zerstörung des Karura- Waldes protestiert, nachdem eine kenianische Umweltschützerin von Polizisten verletzt worden war.
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen