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Protestwoche in Nigeria

■ Bürgerrechtler schikaniert

Lagos (AFP) – Die nigerianische „Demokratische Kampagne“ (CD), ein Dachverband von 40 Menschenrechtsgruppen, beginnt heute eine Aktionswoche, die das Militärregime in Nigeria zur Anerkennung der annullierten Präsidentschaftswahlen vom 12. Juni zwingen soll. Unter anderem ist ein Protestmarsch zum Haus des Wahlsiegers Abiola geplant. Im Vorlauf der Protestaktionen wurden mehrere prominenten Bürgerrechtler mehrmals inhaftiert. CD- Vorsitzender Beko Ransome-Kuti wurde am Freitag festgenommen, am Samstag morgen wieder freigelassen und drei Stunden darauf erneut inhafiert, um noch am Samstag abend zum zweiten Mal freizukommen. Mt ihm frei kam der Rechtsanwalt Gani Fawehinmi, der ebenfalls am Freitag verhaftet worden war. Die Sicherheitskräfte hätten sie zu dem von ihnen geplanten Protestmarsch befragt und ihnen geraten, davon abzulassen, weil es „Probleme“ geben könnte, sagte Ransome-Kuti. Der Marsch werde jedoch wie geplant heute stattfinden.

Nigerias Militärherrscher Ibrahim Babangida hatte vorletzte Woche die Präsidentschaftswahl annulliert, aus der Abiola als Kandidat der Sozialdemokratischen Partei (SDP) als inoffizieller Sieger hervorgegangen war.

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