Proteste im Iran: Amnesty: Über 300 Tote im November
Bei den schweren Unruhen im Iran sind nach neuesten Angaben der Menschenrechtsorganisation Amnesty International (AI) im November 304 Menschen ums Leben gekommen. Mehrere tausend Menschen seien verletzt worden, als Sicherheitskräfte die Proteste „mit tödlicher Gewalt zerschlugen“, heißt es in einem am Montag veröffentlichten Bericht. Im Anschluss an die Proteste habe es zudem nach „erschütternden Berichten“ von Augenzeugen ein breit angelegtes „bösartiges Vorgehen“ der Behörden gegeben, um die Menschen daran zu hindern, über die Ereignisse zu sprechen. Die linksgerichteten Volksmudschaheddin sprachen am Montag sogar von mehr als 1.500 getöteten Demonstranten. Die Regierung verweigere den Familien die Herausgabe der Leichen. Mitte November waren landesweit Proteste gegen eine Erhöhung der Benzinpreise und die Rationierung von Kraftstoff ausgebrochen. (dpa)
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