piwik no script img

Probebohren im Watt beendet

Norddeich (dpa) — Gestern wurden die umstrittenen Probebohrungen des norwegischen Erdgasunternehmens Statoil im Wattenmeer für die 600 Kilometer lange Pipeline durch die Nordsee bis nach Emden beendet. Damit sind zwei Tage vor Ablauf der wegen der beginnenden Brutzeit gesetzten Frist die 14 genehmigten Bohrproben entnommen. Vorübergehend befand sich ein Teil von ihnen im Besitz von Greenpeace, nachdem Umweltschützer das Bohrschiff geentert hatten. Ihr Plan, die Bohrkerne der Landesumweltministerin und früheren Greenpeace-Funktionärin Monika Griefahn (parteilos) in Hannover zu überbringen, schlug fehl. Die Wasserschutzpolizei stoppte das Greenpeace-Auto mit den Bohrkernen nach wenigen Kilometern.

Die von Statoil bevorzugte Trassenführung über den östlichen Zipfel der Insel Norderney und durch die Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer wollen die Umweltschützer verhindern. Eine Pipeline vertrage sich nicht mit der Ruhezone des Nationalparks. Die Entscheidung darüber, ob die Pipeline durch das Wattenmeer führen darf, wird am Ende eines Raumordnungsverfahrens mit einer Umweltverträglichkeitsprüfung stehen.

Gemeinsam für freie Presse

Als Genossenschaft gehören wir unseren Leser:innen. Und unser Journalismus ist nicht nur 100 % konzernfrei, sondern auch kostenfrei zugänglich. Alle Artikel stellen wir frei zur Verfügung, ohne Paywall. Gerade in diesen Zeiten müssen Einordnungen und Informationen allen zugänglich sein. Unsere Leser:innen müssen nichts bezahlen, wissen aber, dass kritischer, unabhängiger Journalismus nicht aus dem Nichts entsteht. Dafür sind wir sehr dankbar. Damit wir auch morgen noch unseren Journalismus machen können, brauchen wir mehr Unterstützung. Unser nächstes Ziel: 50.000 – und mit Ihrer Beteiligung können wir es schaffen. Setzen Sie ein Zeichen für die taz und für die Zukunft unseres Journalismus. Mit nur 5,- Euro sind Sie dabei! Jetzt unterstützen