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PortraitIntelligenz-Erforscher

Ein Roboter bringt den Kaffee, schiebt die Pizza in den Ofen und hilft der alten Frau noch beim Aufstehen. So stellt sich Hami Haddadin die Zukunft vor. Er beschäftigt sich mit der Erforschung von intelligenten Robotersystemen, vor allem im Gesundheitsbereich. Gestern erhielt der Professor für Regelungstechnik an der Uni Hannover für seine Forschung den Alfried-Krupp-Förderpreis.

Haddadin hat Elektrotechnik und Informatik studiert. Er beschäftige sich mit Robotern, weil er sich für Intelligenz interessiert, sagt er. Die Roboter seien schlicht sein eigenes „Experiment“, um Intelligenz zu erforschen. Mit 35 Jahren ist er bereits Professor und Institutsleiter, er hat schon mehrere Job-Angebote aus den USA abgelehnt. Er selbst möchte sich dazu aber nicht äußern, Forschung sei für ihn keine Karriere, sondern seine „Passion“.

2012 hat Haddadin einen Roboterarm entwickelt, der es einer querschnittsgelähmten Frau ermöglicht, eine Tasse Tee zu trinken – ohne einen anderen Menschen um Hilfe bitten zu müssen. Mittels eines Implantats im Gehirn kann sie den externen Arm wie ihren eigenen steuern. Das war das weltweit erste Mal, dass so etwas mit einem Hirnimplantat funktionierte.

„In der Interaktion mit dem Menschen hat Sicherheit oberste Priorität“, sagt Haddadin. Man dürfe da nicht einfach mit dem Fortschritt vorpreschen. Deshalb arbeitet er neben mechanischen Anforderungen an Roboter vor allem an einem System, das die Sicherheitsabwägungen, die Menschen treffen, nachbildet.

In Zukunft möchte Haddadin die „kleinen Helferlein“ für den Haushalt, wie er seine Roboter nennt, weiterentwickeln. Er glaubt, damit Menschen mit Pflegebedarf „ein Stück Selbstständigkeit“ zurückgeben zu können. AWE

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