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Polizistin und Massenmörder

London (AFP/taz) – Eine maßgeblich an den Ermittlungen gegen den mutmaßlichen Massenmörder Frederick West beteiligte britische Polizistin ist von den weiteren Ermittlungen ausgeschlossen worden. Wie aus Polizeikreisen verlautete, hatte die 50jährige Hazel Savage versucht, ihre Erkenntnisse für eine Million Pfund (2,4 Millionen Mark) an die Londoner Verlegerin Gloria Ferris zu verkaufen. Im Mai vergangenen Jahres war Savage den Angaben zufolge über einen Vermittler an den Autor Barry Penrose herangetreten, der ihr bei der Ausformulierung der Geschichte helfen sollte. Schließlich habe sie sich über denselben Vermittler an Ferris gewandt. Die Literaturagentin bestätigte gegenüber der Zeitung Sunday Express, daß das Manuskript, das einen erheblichen Wert haben könnte, in ihrem Besitz sei. Frederick West hatte am 1. Januar im Gefängnis Selbstmord verübt.

Im Gespräch mit der Polizistin hatte West im März 1994 seine ersten Geständnisse abgelegt. Im Garten und im Keller seines Hauses in Gloucester, das in der Presse als „Horrorhaus“ bezeichnet wird, waren daraufhin zwölf Frauenleichen entdeckt worden, darunter diejenigen von Wests erster Ehefrau und zweien seiner Töchter. Ein Polizeisprecher sagte, Hazel Savage, die für ihre „erstaunlichen Fähigkeiten“ im Zusammenhang mit den Geständnissen ausgezeichnet worden war, sei nicht vom Dienst suspendiert worden, arbeite aber nicht mehr an dem Fall.

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