: Polizei in der Psychiatrie
■ Suche nach untergetauchten Libanesen im ZKH Ost
Polizeibesuch in der Nervenklinik: Auf Station 63 des Zentralkrankenhauses Ost waren gestern Beamte der Kriminalpolizei im Einsatz. Sie fahndeten nach Angehörigen der libanesischen Kurdin Nebiha El-Zein, die untergetaucht sein sollen, um sich ihrer Abschiebung zu entziehen (siehe taz von gestern). Die Mutter war am Tag vor der geplanten Untersuchung zusammengebrochen und wird derzeit psychiatrisch untersucht. Die Polizeibeamten waren in Zivil gekommen, der Patientin aber dennoch aufgefallen.
Der ärztliche Direktor der Klinik, Hans Haack, sagte gestern gegenüber der taz: „Auch Beamte in Zivil, die durch unser Haus streifen, sind für unsere Patienten keine Bereicherung.“ Er habe daher die Polizei darum gebeten, „ihre hoheitlichen Aufgaben, die wir respektieren, so weit wie möglich außerhalb der Klinik wahrzunehmen.“ Die Beamten hätten sich daraufhin aus dem Krankenhaus zurückgezogen.
Jan Kahlcke
50.000 Menschen beteiligen sich bei taz zahl ich – weil unabhängiger, kritischer Journalismus in diesen Zeiten gebraucht wird. Weil es die taz braucht. Dafür möchten wir uns herzlich bedanken! Ihre Solidarität sorgt dafür, dass taz.de für alle frei zugänglich bleibt. Denn wir verstehen Journalismus nicht nur als Ware, sondern als öffentliches Gut. Zahlen muss niemand, aber guter Journalismus hat seinen Preis. Und immer mehr Leser*innen machen mit und entscheiden sich für eine freiwillige Unterstützung der taz! Dieser Schub trägt uns gemeinsam in die Zukunft. Denn wir suchen wir auch weiterhin Ihre Unterstützung. Setzen auch Sie jetzt ein Zeichen für kritischen Journalismus und unterstützen Sie die taz – schon ab 5 Euro. Jetzt unterstützen